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Geschichte

Fröndenberg/Ruhr blickt auf über 800 Jahre Geschichte zurück. Doch schon viel früher gefiel es Menschen hier . . .

Bereits in der Eisenzeit wurde das Gebiet besiedelt, urkundlich erwähnt wurde die Stadt jedoch als „Frundeberg“ erstmals 1197. Um das Jahr 1230 gründete der Kölner Erzbischof Heinrich von Molenark ein Zisterzienserinnenkloster, das sich im Lauf der Jahrhunderte zu einem freien adeligen Damenstift wandelte. Es wurde erst unter Napoleon 1812 aufgelöst.

In Fröndenberg gab es bereits 1575 Grabungen nach Kohle. Der Stollenbergbau begann jedoch erst im 18. Jahrhundert und fand nur im kleinerem Rahmen statt. Im heutigen Stadtteil Langschede befand sich ein kleiner Hafen an der Ruhr, in dem auch Getreide und Salz verladen wurden. Die günstige Lage am Fluss gab schließlich den Ausschlag für das Aufblühen einer Metall- und Papierindustrie in Fröndenberg/Ruhr, da hier das zur Produktion nötige Wasser vorhanden war. Noch heute ist die Metallverarbeitung ein prägender Industriezweig in der Stadt.

Wasser brachte der Gemeinde Erfolg, aber auch Verderben: Durch die Zerstörung der Möhnetalsperre im Mai 1943 durch britische Bomber überschwemmte eine hohe Flutwelle auch das etwa 20 km flussabwärts liegende Fröndenberg. Menschen und Tiere ertranken, Häuser, Brücken und Straßen wurden zerstört.

Heute setzt die Stadt auf die die Kraft des Wassers, um umweltfreundliche Energie zu produzieren. Außerdem versorgt Fröndenberg/Ruhr als wichtige Wassergewinnungsregion Teile des Ruhrgebietes und des Münsterlandes mit Trinkwasser. Die umfangreiche Nutzung von Wasserkraft, kombiniert mit Wind- und Sonnenenergie, hat den Ort mittlerweile zur „grünsten“ Kommune Deutschlands gemacht.